Dann hätten sie den Trubel und die Aufregung in der Hölle miterleben können. Die Pläne des Teufels und seiner Großmutter sowie der Höllenratten stellten sich nach anfänglicher Euphorie doch (leider) als undurchführbar heraus, den nachdem die Lehrkräfte sich vom ersten Schrecken erholt hatten, reformierten sie die Hölle. Das reichte von der Einführung moderner Reformkost aus Brennesseln und Löwenzahn über regelmäßiges Händewaschen bis zum Flötenunterricht für Furcht und Schrecken, die Gehilfen des Teufels. Wie man sich vorstellen kann, ergaben sich daraus Konflikte und Kämpfe, aus denen am Ende die Lehrerinnen und Lehrer doch als Sieger hervorgingen, bis der Teufel mit seinen Gehilfen flüchtete, nachdem ihn sogar seine Höllenratten verlassen hatten, weil sie es in der Hölle einfach nicht mehr aushielten.
Die Lehrkräfte kehrten schließlich zur Erde und an ihre Arbeit zurück, weil sich herausstellte, dass das Wort eines Schulkindes nicht genug Gewicht hat, um Lehrer in die Hölle zu verdammen.
Ein ganzes Schuljahr lang trafen sich die Schülerinnen und Schüler einmal in der Woche, machten Sprech- und Atemübungen, lernten Texte auswendig, studierten Rollen ein und probierten Kleidung an- und aus.
Im voll besetzten Kastell stellten die Kinder ihr schauspielerisches Können und ihren Teamgeist unter Beweis. Die Aufführung war ein großer Erfolg und das Publikum zeigte sich begeistert.


